Der Wahnsinn an den Aussengrenzen Europas

Ein Erfahrungsbericht von Natalina Haller

Was sich in den letzten zwei bis drei Jahren an den Grenzen Europas abgespielt hat, ist eine der grössten Tragödien seit dem zweiten Weltkrieg. Zehntausende Geflüchtete aus dem afrikanischen Mittelmeerraum und dem Nahen Osten strandeten in dieser Zeit auf den griechischen und italienischen Inseln und seit der Schliessung der Balkanroute an den Grenzen des Balkans und auf der Route selbst. Das Leid, welches die sogenannte „Flüchtlingskrise“ mit sich bringt, ist unermesslich.

Europa hat seine Position deutlich gemacht. Mit der Schliessung der Aussengrenzen haben wir sowohl die seelische als auch die physische Gesundheit der aus höchster Not geflohenen Menschen auf dem Gewissen, die Kindheit einer ganzen Generation und das Leben unzähliger Geflüchteter, die in tragischen Bootsunfällen auf dem Mittelmeer verunglückt sind.

Irgendwann konnte ich diesem Wahnsinn nicht mehr zusehen. Deshalb flog ich im Juli 2016 kurzerhand nach Thessaloniki. Aus geplanten 10 Tagen wurde schnell mein ganzer Sommer. (mehr …)

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